Meniskusriss

Eine Meniskusschädigung kann verschiedene Ursachen haben. Die meisten Meniskusrisse sind verschleißbedingt, wobei selbstverständlich auch Sport oder sonstigeUnfälle einen Meniskusriss hervorrufen können. Bei einem Sportunfall, vor allem wenn das Knie verdreht wird, kann es zu schmerzhaften Meniskusrissen kommen, die häufig als Einklemmungserscheinungen verspürt werden.Ebenfalls geben viele Patienten bei gewissen Bewegungen messerartiger Stiche im Kniegelenk an, die ebenfalls typische Symptome für einen Meniskusriss sein können. Auch das” in die Hocke gehen” kann dann sehr schmerzhaft sein und in vielen Fällen auch nicht mehr durchgeführt werden (Film).

Bei sportlicher Aktivität Kann es zu schmerzhaften Schwellungen im Gelenk kommen. In diesen Fällen sollte möglichst bald ein Spezialist aufgesucht werden.

Diagnostik des Meniskusrisses

Schäden die im Gelenk entstehen, z.B. Meniskusrisse, Bandverletzungen oder Knorpelschäden, können häufig bei Untersuchungen diagnostiziert werden. Vor einer Arthroskopie wird jedoch meistens noch eine genauere apparative Diagnostik durchgeführt, zum Beispiel eine Kernspintomographie. Die Kernspintomographie ist für den Patienten mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden, liefert jedoch noch zusätzliche Informationen vor der Operation die so dem Operateur eine genaue Planung der Operation ermöglicht.

Die Therapie des Meniskusrisses

Ein gerissener Meniskusanteil heilt weder durch entsprechende Schonung oder Ruhigstellung, noch durch Tabletten, Spritzen oder Krankengymnastik. Wie bei einem Loch in einem Pullover, bei dem ein Faden weghängt, wird auch ein Meniskusriss durch die tägliche Belastung und den dadurch bedingten Zug am freien Ende ständig größer. In aller Regel gibt es keine Alternative zu einer arthroskopischen Operation. Über einen kleinen Zugang wird eine Minikamera mit Optik in das Gelenk eingeführt und selbst kleinste Strukturen durch Vergrößerung auf einen Bildschirm sichtbar gemacht (Film). Über einen weiteren kleinen Zugang kann man mit Miniatur Spezialinstrumenten den gerissenen Meniskus “reparieren” (Schlüssellochchirurgie).

Früher wurde bei Operationen häufig fast der gesamte Meniskus entfernt und damit eine wichtige Puffer und Stabilisierungsfunktion des Kniegelenkes zerstört, was zu einem frühzeitigen Gelenkverschleiß (Arthrose) geführt hat. Mit den heutigen modernen arthroskopischen Operationstechniken kann diese wichtige Struktur zum Großteil erhalten werden.

Damit wird die frühzeitige Arthrose in der Regel verhindert werden.

Gerade bei Meniskusrissen ist deshalb eine frühzeitige exakte Diagnose extrem wichtig, damit aus einem kleinen Riss nicht ein großer Riss wird und die Funktion des Kniegelenkes bei der anschließenden arthroskopischen Operation schonend wieder komplett hergestellt werden kann.

Meniskustransplantation

Es werden in der modernen Gelenkchirurgie heutzutage auch Ersatzgewebe für einen kompletten entfernten Meniskus versucht. Dies kann einerseits durch einen Spendermeniskus d.h. durch einen entsprechend aufgearbeiteten Meniskus eines Verstorbenen durchgeführt werden. Andererseits gibt es auch Collagen Innenmeniskusimplantate (C. M. I.) welche im Gelenk die Funktion eines Meniskus übernehmen sollen.

Erste Studien zu diesem Implantat erscheinen viel versprechend, jedoch wird dieses Verfahren erst in Zukunft zeigen können, ob dies in der Routine Diagnostik als operative Maßnahme eingesetzt werden kann. Wir verfügen heutzutage über nur wenig Erfahrung im Bereich der Meniskustransplantation, auch wird dieses Verfahren noch von keiner Krankenkasse übernommen. Auch wir sind sämtlichen neuen Techniken aufgeschlossen, werden diese jedoch erst unseren Patienten anbieten wenn ausreichende Erfahrungen und gute Resultate wissenschaftlich belegt wurden.

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