Rücken

ZSO Freiburg – Ihr Spezialist bei Rückenbeschwerden

Haben Sie es auch im Rücken? Jeder zweite Besuch beim Orthopäden und jeder zehnte Besuch beim Hausarzt hat seinen Grund in Rückenproblemen. Da sie sehr häufig von Schmerzen begleitet werden, spricht man auch von Rückenschmerzen, die sich noch genauer in Nacken- oder Kreuzschmerzen unterscheiden lassen.So häufig Rückenschmerzen auch sind, so führen sie nur in 2% der Fälle zu schwerwiegenden dauerhaften Beschwerden.In den folgenden Abschnitten erhalten Sie einen Überblick über Krankheitsbilder an Rücken und Wirbelsäule, die Rückenschmerzen hervorrufen können.

Die Wirbelsäule wird von Muskeln fest umschlossen und damit aufrecht gehalten. Die Muskeln bewegen die Wirbelsäule in alle Richtungen, die von der Wirbelsäulenanatomie vorgegeben sind. Gleichzeitig wird die Wirbelsäule durch Bänder stabilisiert. Zusätzlich werden die Wirbelgelenke durch eine feste Gelenkkapsel zusammengehalten. Das Zusammenwirken all dieser Teile ist verantwortlich für eine harmonische Bewegung.

Das komplizierte System Wirbelsäule reagiert auf ganz verschiedene Störungen recht gleichartig. Wer oder was auch immer den Schmerz ausgelöst hat, immer führt der Schmerzreiz zunächst zu einer reflexartigen Muskelanspannung. Wenn der Reiz weiter anhält, verkrampfen sich die Muskeln, eine Verspannung entsteht. Sie schmerzt ihrerseits und sorgt dafür, dass auch die benachbarten Abschnitte der Wirbelsäule in das Schmerzgeschehen einbezogen werden. Auf diese Art entsteht ein Teufelskreis, der sich unabhängig vom auslösenden Reiz verstärkt und unterhält.

Auffallend ist, dass auch längere seelische Spannungen unsere Lendenmuskulatur in eine so kräftige Spannungsbereitschaft versetzen können, dass wir Rückenschmerzen bekommen können.

Krankheitsbilder

Behandlungsmöglichkeiten

Vor Beginn einer jeden Behandlung steht die Diagnosesicherung, neben der Erhebung der Krankheitsgeschichte und der klinischen Untersuchung stehen eine Vielzahl von Zusatzuntersuchungen wie Röntgen, Computertomografie oder Kernspintomografie als Stufendiagnostik zur Verfügung um die Ursache der Rückenschmerzen zu finden. Auch werden vom Neurologen elektrische Untersuchungen der Nervenfunktionen durchgeführt.

Die konservative Behandlung

Die konservative Behandlung besteht aus vielen Bausteinen:

Die medikamentösen Therapie, wird als Stufentherapie je nach Beschwerdeintensität eingeleitet und setzt sich aus entzündungshemmenden, muskelentspannenden und/oder schmerzlindernden Medikamenten zusammen. Kein Medikament sollte ohne eine ärztliche Beratung eingenommen werden.

Rückenbandagen als Aktivbandage: Rückenbandagen wirken in der Regel muskelaktivierend und schmerzlindernd. Sie schwächen nicht die Rückenmuskulatur, wie oft fälschlicherweise angenommen.

Ruhe in der Akutphase: Die beste Lagerung zur Entspannung ist die Stufenbettlagerung, bei der die Wirbelsäule entlastet wird.

Wärmebehandlung: Die Muskulatur wird durch Wärme entspannt. Fangopackungen, heisse Rolle oder Rotlicht sind Anwendungen die vom Physiotherapeuten eingesetzt werden. Doch sie können auch selbständig aktiv werden und zum Beispiel ein warmes Bad nehmen oder ein feuchtes angewärmtes Handtuch auf den Rücken legen und dann unter die Bettdecke kriechen. Das “Kirschkernsäckle” oder auch die einfache Wärmflasche bietet sich an – sie ist häufig am angenehmsten auf dem Bauch, von dort geht die Wärme sanft in den Rücken.

Chirotherapie/Manuelle Medizin: durch einen gezielten Griff wird die Beweglichkeit der Wirbelsäule wieder herzustellen, zum Beispiel bei Blockaden.

Massagen: Vibrations-, Ausstreich-, Klopf-, Reibe- und Knet-Techniken können die Entspannung der Muskulatur fördern.

Elektrotherapie: Gleichstrom, verschiedene Wechselströme und TENS-Therapie verbessern die Durchblutung und lindern Rückenschmerzen, indem sie die Muskulatur aktivieren oder entspannen.

Krankengymnastik: Spezielle Bewegungen können die Harmonie der einzelnen Rückrat-Bestandteile untereinander verbessern. Durch Besserung der muskulären Kraft und Entspannung verkürzter, verspannter Muskeln wird die Beweglichkeit und Belastungsfähigkeit des Rückrats verbessert. Gleichzeitig wird einem Rückfall vorgebeugt und eine im Gleichgewicht befindliche Rumpfmuskulatur aufgebaut (ergänzende komplementärmedizinische Massnahmen: Wirbelsäulentherapie nach Dorn, Osteopathie und Kraniosakraltherapie).

Seelische Entspannung: Häufig sind Ärger oder Aufregung im Berufs- oder Privatleben der Grund für Verspannungen im Rücken (“sein Kreuz tragen”). Hier haben sich zum Beispiel Yoga, Tai Chi, Qigong, Feldenkreis, Alexander-Technik, Autogenes Training und die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen bewährt. Bei tiefergreifenden psychischen Störungen kann auch eine Psychotherapie helfen.

Rückenschule: In der Rückenschule lernt man, den Rücken vor unnötiger Belastung zu schützen und einem erneuten Hexenschuss vorzubeugen. Sie ist eine Anleitung zur Selbsthilfe und will neben gymnastischen Übungen zur Stärkung der Muskulatur und der Beweglichkeit auch Wissen zu rückenschonendem Verhalten vermitteln. Rückenschulen werden in krankengymnastischen Praxen und von den Krankenkassen angeboten.

 

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