Die konservative Behandlung besteht aus vielen Bausteinen:
Die medikamentösen Therapie, wird als Stufentherapie je nach Beschwerdeintensität eingeleitet und setzt sich aus entzündungshemmenden, muskelentspannenden und/oder schmerzlindernden Medikamenten zusammen. Kein Medikament sollte ohne eine ärztliche Beratung eingenommen werden.
Rückenbandagen als Aktivbandage: Rückenbandagen wirken in der Regel muskelaktivierend und schmerzlindernd.
Sie schwächen nicht die Rückenmuskulatur, wie oft fälschlicherweise angenommen.
Ruhe in der Akutphase: Die beste Lagerung zur Entspannung ist die Stufenbettlagerung, bei der die Wirbelsäule entlastet wird.
Wärmebehandlung: Die Muskulatur wird durch Wärme entspannt.
Fangopackungen, heisse Rolle oder Rotlicht sind Anwendungen die vom Physiotherapeuten eingesetzt werden. Doch sie können auch selbständig aktiv werden und zum Beispiel ein warmes Bad nehmen oder ein feuchtes angewärmtes Handtuch auf den Rücken legen und dann unter die Bettdecke kriechen. Das "Kirschkernsäckle" oder auch die einfache Wärmflasche bietet sich an - sie ist häufig am angenehmsten auf dem Bauch, von dort geht die Wärme sanft in den Rücken.
Chirotherapie/Manuelle Medizin: durch einen gezielten Griff wird die Beweglichkeit der Wirbelsäule wieder herzustellen, zum Beispiel bei Blockaden.
Massagen: Vibrations-, Ausstreich-, Klopf-, Reibe- und Knet-Techniken können die Entspannung der Muskulatur fördern.
Elektrotherapie: Gleichstrom, verschiedene Wechselströme und TENS-Therapie verbessern die Durchblutung und lindern Rückenschmerzen, indem sie die Muskulatur aktivieren oder entspannen.
Krankengymnastik: Spezielle Bewegungen können die Harmonie der einzelnen Rückrat-Bestandteile untereinander verbessern. Durch Besserung der muskulären Kraft und Entspannung verkürzter, verspannter Muskeln wird die Beweglichkeit und Belastungsfähigkeit des Rückrats verbessert. Gleichzeitig wird einem Rückfall vorgebeugt und eine im Gleichgewicht befindliche Rumpfmuskulatur aufgebaut (ergänzende komplementärmedizinische Massnahmen: Wirbelsäulentherapie nach Dorn, Osteopathie und Kraniosakraltherapie).
Seelische Entspannung: Häufig sind Ärger oder Aufregung im Berufs- oder Privatleben der Grund für Verspannungen im Rücken ("sein Kreuz tragen"). Hier haben sich zum Beispiel Yoga, Tai Chi, Qigong, Feldenkreis, Alexander-Technik, Autogenes Training und die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen bewährt.
Bei tiefergreifenden psychischen Störungen kann auch eine Psychotherapie helfen.
Rückenschule: In der Rückenschule lernt man, den Rücken vor unnötiger Belastung zu schützen und einem erneuten Hexenschuss vorzubeugen. Sie ist eine Anleitung zur Selbsthilfe und will neben gymnastischen Übungen zur Stärkung der Muskulatur und der Beweglichkeit auch Wissen zu rückenschonendem Verhalten vermitteln. Rückenschulen werden in krankengymnastischen Praxen und von den Krankenkassen angeboten.